Meine LKR-Woche

Hamburg, 17.7.2020. Diesmal von Wolfgang Schlage. Auch diese Woche passierte einiges, das zeigt, wie nötig eine starke LKR ist.

Konservative Redakteurin verlässt NY Times wegen Mobbing

Bari Weiss, seit 2016 in der Meinungsredaktion der New York Times, entschloss sich zur Kündigung. Ihr Rücktrittsschreiben (deutsche Übersetzung hier) beschreibt „unentwegtes Mobbing durch Kollegen“, dass man sie als „Nazi und Rassist“ beschimpft habe. Auch ihr freundlich gesinnte Kollegen seien angegangen worden. Im internen Nachrichtenkanal hätte man „Axt-Emojis neben meinen Namen“ getan, auf Twitter sei sie von Kollegen als „Lügnerin und Heuchlerin“ beschimpft worden. Die Zeitungsleitung hätte nicht versucht, sie zu schützen. Die NY Times sei von einer Zeitung der öffentlichen Information zum Meinungsblatt für eine kleine (nämlich linke) Meinungsgruppe geworden.

Dazu passt: Ein paar Tage vorher hatte James Bennet die NY Times verlassen, nachdem er wegen der Veröffentlichung eines „falschen“ Artikels unter offensichtlich unerträglichen Druck geraten war.

Die ähnlich gelagerte Konformität in deutschen Zeitungen beschrieb vor kurzem der Medienwissenschaftler Prof. Norbert Bolz.

Lieferkettengesetz: Gut für deutsche Aktivisten, schlecht für Entwicklungsländer

Bundesregierung und Entwicklungsministerium planen in einem „Lieferkettengesetz“ , Firmen für Menschenrechtsverletzungen ihrer ausländischen Lieferanten verantwortlich zu machen. Die üblichen Gutmenschenvereine, die die Welt nach deutschen Moralvorstellungen ausrichten wollen und denen es an Geld für politische Propganda offenbar nicht fehlt, unterstützen dies.

Volker Seitz, Ex-Diplomat mit vieljähriger Erfahrung in Afrika, kritisiert: Wie sollen Unternehmen das überprüfen? Nach welchen Kriterien? Mit welchen Kosten? Mit welcher Rechtssicherheit? Ein Arbeitgebervertreter meint: „Mit so einem Gesetz für alle Unternehmen stehe ich ja schon mit beiden Beinen im Gefängnis.“ Firmen würden als Folge in unübersichtlichen Entwicklungsländern (z.B. Äthiopien) nicht mehr einkaufen können. Die Menschen dort verlören dann Arbeit und Entwicklungsperspektive – ausgerechnet im Namen der Menschenrechte.

Wir meinen: Hier wird ein weiteres Bürkokratiemonster geplant, dass deutsche „Aktivisten“ in Lohn und Brot bringt, ohne den Betroffenen zu helfen. Ein weiterer Schritt in die Planwirtschaft. Gut gemeint ist auch hier das Gegenteil von gut gemacht.

Islamisierung der Hagia Sofia

Die Hagia Sophia, eine der ältesten Kirchen der Christenheit aus dem antiken Konstantinopel, jetzt natürlich Istanbul, wird wieder zur Moschee. Dies hat jetzt ein türkisches Gericht erlaubt, und der türkische Präsident Erdogan wird es so schnell es geht (erstes islamisches Gebet: 24. Juli) umsetzen.

Natürlich ist dies auch eine Machtdemonstration des politischen Islams (siehe hier und hier), des gleichen Islams, der darauf besteht, dass seine heiligen Stätten, etwa in Jerusalem, nicht angerührt werden. Dies ist auch kein Einzelfall.

Die Toleranz des politischen Islams ist eine sehr einseitige Sache.

Erschreckender Blick in den Zeitgeist

In einem Kommentar bei Tichys Einblick fanden wir diese Schilderung eines 29-Jährigen, der gerade sein Philosophiestudium beendet hat: „DDR – es war nicht alles schlecht.“ – „Sozialismus – das funktionierte nicht so gut. Aber Kommunismus ist das Ideal für alle Menschen. Wir haben nur Marx alle falsch verstanden!“ – „Einwanderung von Muslimen – kein Problem!“ Seine paar Philosophie-Mitstudierenden aus z.B. Aleppo seien ja genauso wie wir und wollten ein friedliches Leben – naja, ein ziemlich komischen Frauenbild hätten die schon und auch sonst – aber trotzdem sei da alles super.

Ähnliches erlebe ich auch in meinem Bekanntenkreis. Mit Gegenargumenten bin ich nur Spielverderber, der diese Idylle (an die die ja wirklich glauben) kaputt machen will. Und so werde ich auch behandelt. Mich macht das hilflos.

Wenn Ihnen, liebe Leser, etwas einfällt, das man dem entgegensetzen kann, lassen Sie es uns wissen, z.B. im Kommentarbereich.


Wir wünschen Ihnen ein schönes Wochenende und eine angenehme Woche!

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